|
GESCHICHTE |
|
|
|
Hier können Sie sich einen Überblick
über die geschichtliche Entwicklung der Feuerwehr Krustetten
verschaffen: |
|
|
|
Die Gründung |
|
Die Organisation zur
Gründungszeit |
|
Die ersten Jahre -
28 Mann packen zu |
|
Ein Zuhause für die Wehr |
|
Übungen und Einsätze in den ersten Jahrzehnten |
|
Der
Erste Weltkrieg |
|
Die
Zwischenkriegszeit |
|
Der
Zweite Weltkrieg |
|
Der
Wiederaufbau |
|
Die Wehr in den 60iger
Jahren |
|
Die Feuerwehr wird eine öffentlich-rechtliche Körperschaft |
|
Die Modernisierung der
Ausrüstung |
|
Das neue Feuerwehrhaus |
|
Von
der Feuerlöschtruppe zum modernen Dienstleister |
|
Ein neues Zeitalter
beginnt |
|
|
|
|
|
Die Gründung |
|
|
|
Im Jahre 1895 fanden sich auch
in Krustetten beherzte Gemeindebürger zur Gründung einer Freiwilligen
Feuerwehr zusammen und führten am 15. April 1895 die Gründungsversammlung
durch. Nach der Genehmigung der eingereichten Statuten durch die
Statthalterei und dem Beitritt zur Unterstützungskassa wurde die
Feuerwehr Krustetten am 17. August 1895 offiziell in den
Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband aufgenommen. Nur
wenige Tage später am 25. August 1895 wurde das Gründungsfest samt
Spritzenweihe durchgeführt. |
|
|
|
 |
|
|
|
|
Das Gründungsprotokoll |
|
|
|
|
|
|
Übersetzung:
Gründungsprotokoll am 15 April 1895
1. wurde einstimmig beschlossen, die von
Herrn Anton Sachs vorgetragenen Statuten einzureichen.
2. Über Anschaffung der Montur wird
einstimmig beschlossen, dass jeder Mann die Bluse und Kappe vor seinem
Eigenem zahlen muss und daher sein Eigentum ist. Jedoch ist es nicht
erlaubt, die Bluse ausser Dienst zu tragen. Jeder Mann verpflichtet sich,
wenn er austritt, die Montur auszuzahlen oder eine neue zurückzugeben,
ohne dass der für das schon bezahlte entschädigt wird.
Einstimmig genehmigt und gefertigt von
Schriftführer Johann Lackinger
Johann Zauner
Gemeindevorsteher
Johann Fink
Hauptmann
Franz Fischer
Hauptmannstellvertreter
|
|
|
|
|
|
Die Organisation zur Gründungszeit |
|
|
|
Nach dem Vereinsgesetz hatte die Freiwillige Feuerwehr Krustetten Statuten
zu führen, die innere Organisation, Aufgaben sowie Vertretung nach außen
regelten. Die Vereinsstatuten, damals "Grundgesetz" genannt,
enthielten aber bereits durchaus den heutigen Vorschriften vergleichbare
Regelungen. |
|
|
|
Die Freiwillige Feuerwehr war, wie heute,
im Auftrag der Gemeinde tätig. Die Leitung und Vertretung nach außen
stand dem Feuerwehrhauptmann zu, im Verhinderungsfalle dem
Hauptmannstellvertreter. Die Mitglieder übten ihre Tätigkeit
ehrenamtlich aus, sie waren zum Gehorsam gegenüber ihren Vorgesetzten
verpflichtet. |
|
|
|
Wie auch heute wurden der
Feuerwehrhauptmann und sein Stellvertreter von den Mitgliedern gewählt,
die Funktionsperiode betrug aber nur 1 Jahr, während heute Kommandant und
Stellvertreter für 5 Jahre gewählt werden. |
|
|
|
Die Leitung der Feuerwehr nach innen stand
dem Feuerwehrausschuß zu, der dem heutigen erweiterten Kommando
entspricht und dem der Hauptmann, sein Stellvertreter, die Zugführer,
sowie 3 weitere gewählte Mitglieder, denen die Funktionen von Kassier,
Zeugwart und Schriftführer zugewiesen waren, angehörten. |
|
|
|
In den Statuten vorgesehen war auch ein
Beitritt zur Unterstützungskasse der Freiwilligen Feuerwehren Niederösterreichs
für im Dienst verunglückte Mitglieder, die auch heute noch besteht. |
|
|
|
Im Fall der Auflösung der Feuerwehr musste
das Vermögen inventarisiert und von der Gemeinde bis zur Neubildung einer
Freiwilligen Feuerwehr verwaltet werden. Eine Verwendung für andere
Zwecke war untersagt. Nach den heutigen Vorschriften geht das Vermögen
automatisch auf die Gemeinde über. |
|
|
|
|
|
Die Ersten Jahre - 28 Mann packen zu |
|
|
|
Noch in der ersten Hälfte des Gründungsjahres
wurde von der Firma Hausmann in St. Pölten eine vierrädrige Saugspritze
mit 4 Saugschläuchen, einem Handschlauch sowie Strahlrohr, Saugkopf und
Saugleine angeschafft. Den Kaufpreis von 760 Gulden konnte man jedoch
nicht sofort zur Gänze bezahlen und so musste im Jahre 1899 bei der
Raiffeisenkasse in Brunnkirchen ein Kredit von 200 Gulden aufgenommen
werden, um den Restbetrag begleichen zu können. Der Hauptmann und ein
weiteres Mitglied der Wehr mussten für diesen Betrag der Kasse gegenüber
als Bürge haften. |
|
|
|
Insgesamt bestand das Inventar Ende 1895
neben der Saugspritze aus 1 Schlauchkarren, 3 Hakenleitern, 8
Steigerrüstungen, 2 Hörner und den Uniformen für die Mannschaft.
|
|
|
|
Am 16. Feber 1896 wurde der erste
Feuerwehrball veranstaltet; er erbrachte einen Reinertrag von 57 Gulden
und 76 Kronen. Auch in den folgenden Jahren brachten Bälle dringend benötigte
Einnahmen, wobei diese Veranstaltungen nicht nur in Krustetten, sondern
auch in Angern, Oberfucha und anderen Nachbarorten stattfanden. Darüber
hinaus wurde immer wieder Wein gesammelt und vom Hauptmann auf Rechnung
der Feuerwehr im Fass verkauft. Für die Verwendung dieser Gelder hatte
man ebenfalls schon Pläne. |
|
|
|
|
|
Ein Zuhause für die Wehr |
|
|
|
Noch im ersten Jahr des Bestehens wurde der
Beschluss gefasst, ein "Spritzenhaus" zu bauen, und ein
Baukomitee eingesetzt. Michael Bauernberger stellte für den Bau 55m2
Grund zur Verfügung, der einige Jahre später von der Gemeinde übernommen
wurde. |
|
|
|
Am 1. Oktober 1896 wurden dann vom
Gemeinderat der Gemeinde Krustetten 200 Gulden für den Ankauf von
Bausteinen und Bauholz genehmigt. Bereits am 21.11. desselben Jahres
konnte der "Säckelwart" der Feuerwehr einen Teilbetrag von 100
Gulden entgegennehmen. Ganz reibungslos dürfte das Bauvorhaben aber nicht
über die Bühne gegangen sein, wurde doch vom Baukomitee am 4.5.1897
beschlossen, "der Gemeinde die Rechnung vorzulegen und den Bau zurückzugeben",
nachdem diese in ihrer Sitzung am 16.4.1897 dem Komitee verweigerte, das nötige
Geld für das Spritzenhaus aufzunehmen. |
|
|
|
Es gibt zwar über Art und Umfang der
Bauarbeiten keine Aufzeichnungen, doch ist bereits im
Gemeinderatssitzungsprotokoll vom 1.8.1901 ein Antrag des Bürgermeisters
auf Ausbau des Spritzenhauses vermerkt. Dieser Antrag wurde ebenso
angenommen wie die Mauerung der "Wasserstuben" beim Spritzenhaus
im Jahr 1902 und die Leistung eines Beitrages von 50 Kronen zum Bau einer
Telefonleitung durch die Feuerwehr im Jahr 1903. |
|
|
|
|
|
Übungen und Einsätze in den ersten
beiden Jahrzehnten |
|
|
|
Bezüglich Brandeinsätzen sind im Tätigkeitsbericht
des Jahres 1897 zwei Feuer angeführt, wobei eines davon im Zuge einer
Hilfeleistung in Tiefenfucha zu bekämpfen war. |
|
|
|
Besonders stark an Brandeinsätzen erwies
sich das Jahr 1906. Am 26.1. brannte es in Ried, "wo wir die erste
Feuerwehr am Brandplatze waren und wo durch unsere Tätigkeit die
Nachbargebäude verschont geblieben sind", wie es in einem Bericht über
diesen Einsatz heißt. "Weil bei der großen Kälte die Schläuche
gefroren und wir einen Schaden erlitten, haben wir von der k.k.
Wechselseitigen Brandschaden Versicherung Wien 40 Kronen Subvention
erhalten." Am 30.7. musste wieder zur Hilfeleistung nach Tiefenfucha
ausgefahren werden, am 1.9. nach Höbenbach und am 23.10. nach Palt. |
|
|
|
Die Übungsteilnahme dürfte dagegen
weniger intensiv gewesen sein, da der Hauptmann 1907 bemängelte, "dass
die Mannschaft bei einem Brand tätig sei, jedoch die Übungen nachlässig
besucht werden". 1910 wurde sogar die Einführung eines
Anwesenheitsbuches beschlossen und festgelegt, dass "wer dreimal
nicht zur Übung kommt, vom Verein ausgeschlossen wird". |
|
|
|
Allerdings wird immer wieder die Teilnahme
an "Truppenübungen", z.B. in Mauternbach, Palt, Wagram usw. in
den Tätigkeitsberichten ausgewiesen, was unter den damaligen Verhältnissen
sicher eine anstrengende und zeitraubende Tätigkeit darstellte. |
|
|
|
Der erste größere Brand, dessen Bekämpfung
im Brandbuch der Freiwilligen Feuerwehr Krustetten dokumentiert wird, ist
das Feuer im Haus Nr. 1 des damaligen Bürgermeisters Johann Lackinger am
12. Dezember 1910. |
|
|
|
Um 12 Uhr mittags wurde durch Hornsignal
alarmiert, und schon 5 Minuten danach erschien die Ortsfeuerwehr am
Brandplatz. Es wurde das Feuer mit Wasser bekämpft und das im Stall
befindliche Vieh weggeschafft. 22 Mitglieder der Wehr waren mit einer
Saugspritze, 2 Leitern, Feuerhaken und 170 m Schläuchen im Einsatz.
Hervorgehoben wurde die rege Mithilfe der Bevölkerung. Um 12.30 Uhr traf
die Freiwillige Feuerwehr Tiefenfucha ein und legte eine weitere
Schlauchleitung. Die um 13.00 Uhr erschienenen Freiwilligen Feuerwehren Höbenbach,
Paudorf, Thallern und Hollenburg kamen nicht mehr zum Einsatz, da zu
diesem Zeitpunkt bereits der Brand gelöscht war. Zwar brannte der
Dachstuhl zum Großteil ab, ein Ausbreiten des Feuers konnte durch das
rasche Eingreifen aber verhindert werden. |
|
|
|
Weitere Brandeinsätze:
24.3.1911:
Rauchfangfeuer bei Familie Emberger
31.8.1911: Brand nach
Blitzschlag im Haus Nr. 23 bei Familie Anton Altenriederer
15.7.1913: Ausrücken zu
einem Brand beim Wetterkreuz
|
|
|
|
|
|
Der Erste Weltkrieg
|
|
|
|
Im Jahr 1914 wurde von der Firma Rosenbauer
in Linz ein Hydrophor angeschafft. Er befindet sich noch heute im Besitz
der Feuerwehr und ist in restaurierten Zustand im Stiegenhaus des
Feuerwehrhauses ausgestellt. |
 |
|
|
|
|
Der Hydrophor |
|
|
|
|
|
|
Doch trotz dieser Verbesserung in der Ausrüstung
der Feuerwehr gab es ein Problem, das mit Fortdauer des Krieges immer größer
wurde: die Personalknappheit. |
|
|
|
Als 1916 sämtliche Chargen eingerückt
waren, berief Bürgermeister Karl Prohaska eine Vollversammlung mit der
Aufforderung zum Eintritt neuer Mitglieder und der Neuwahl der Chargen auf
Kriegsdauer ein. Wohl um den Posten eines Zeugwartes überhaupt besetzen
zu können, wurde eine Entlohnung für dessen Tätigkeit mit 5 Kronen jährlich
beschlossen. |
|
|
|
|
|
Die Zwischenkriegszeit |
|
|
|
Das älteste noch existierende
Mannschaftsfoto der Freiwilligen Feuerwehr Krustetten wurde vor dem Stift
Göttweig vermutlich zu Beginn der zwanziger Jahre aufgenommen: |
 |
|
|
|
|
Von links nach rechts (so weit bekannt): |
|
Thallauer Karl, Dinstl Johann, Grill Josef,
Klein Leopold, ? , Schallaun Johann, Gruber Josef, Lackinger Josef, Bauernberger Josef, Fink Heinrich, Prohaska Karl, Lackinger Anton, Gruber
Leopold, Unfried Anton, Schallaun Anton, ? , Lackinger Heinrich, Fink
Alois |
|
|
|
Im Jahr 1920 gab es wieder einen größeren
Brandeinsatz. Wie aus dem Brandbuch hervorgeht, wurde die Feuerwehr am 26.
Juli um "10 Uhr 30 Minuten nachts" mit Hornsignal alarmiert.
Wieder hatte ein Blitzschlag ein Gebäude in Brand gesetzt. 29 Mann der
Ortsfeuerwehr konnten zwar die Scheune des Franz Hauser nicht mehr retten;
aber gemeinsam mit den Wehren aus Tiefenfucha und Höbenbach wurden die
umliegenden Objekte trotz Hagelgewitters geschützt. |
|
|
|
Die Notwendigkeit der Währungsreform mit
der Umstellung auf den Schilling lässt sich an Hand des Kassabuches
darstellen. So betrugen die Einnahmen 1924 5,212.478 Kronen, die Ausgaben
4,143.600 Kronen und das geschätzte Vermögen der Feuerwehr 55,099.939
Kronen. Für 62 Meter Hanfschlauch war der Betrag von 1,565.600 Kronen zu
bezahlen, wie aus nachstehender Rechnung hervorgeht. |
|
|
|
Im Jahr 1925 wurde ein Federwagen von Anton
Schallaun angekauft und zum Mannschaftswagen umgebaut. |
|
|
|
1927 erfolgte die Regelung der
Feuerwehrbespannung. Diese wurde auf die Fuhrwerksbesitzer Fink, Prohaska
und Brantner aufgeteilt. |
|
|
|
Interessant ist, dass es bereits in der
Zeit zwischen den beiden Weltkriegen eine Zusammenarbeit zwischen der
Freiwilligen Feuerwehr und dem Roten Kreuz gab: Im Jahr 1929 wurden 4 Mann der Feuerwehr im
Sanitätswesen aus gebildet, die ein Jahr später die Prüfung für den
Sanitätsdienst ablegten. Ein Mitglied der Wehr fungierte als
Vertrauensmann des Roten Kreuzes. |
|
|
|
Auf dem Ausrüstungssektor ging man 1934
zwar nochmals daran, die alte vierrädrige handbetriebene Druckspritze zu
reparieren, doch bereitete man sich schon auf den Einsatz einer
Motorspritze vor. 2 Mann besuchten bereits 1933 einen
"Motorspritzenkurs" in Mautern, und auf verschiedene Art und
Weise versuchte man, Geld für den Ankauf eines solchen Gerätes
aufzutreiben. |
|
|
|
So wurden damals die Mitgliedskarten für
unterstützende Mitlieder der Wehr eingeführt und regelmäßig die
Sammlung der Mitgliedsbeiträge durchgeführt. Im Jahr 1938 veranstaltete
die Wehr eine Weinkost und auch eine Theateraufführung. |
|
|
|
Dennoch sollte noch einige Jahre dauern,
bis die Motorspritze angeschafft werden konnte. |
|
|
|
|
|
Der
Zweite Weltkrieg |
|
|
|
Der im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges
erfolgte Anschluss an Deutschland brachte für das österreichische
Feuerwehrwesen in organisatorischer Hinsicht tief greifende Änderungen. |
|
|
|
Im Jahre 1939 wurden die Freiwilligen
Feuerwehren als Vereine aufgelöst und in die Hilfspolizei eingegliedert. |
|
|
|
Auch die Freiwillige Feuerwehr Krustetten
erhielt am 5.1.1940 den mit 1.12.1939 datierten Bescheid über die Löschung
im Vereinskataster: |
|
|
|
 |
|
|
|
|
Auflösungsbescheid |
|
|
|
|
|
|
Gleichzeitig wurde angeordnet, dass das
Vereinsvermögen in das Eigentum der Gemeinde übergeht, die es für
Zwecke des Feuerlöschwesens zu verwenden hatte. Bereits am 19.4.1939 war
Johann Fürlinger, der einen Führerkurs in der
Feuerwehrschule Wiener Neustadt besucht hatte, zum Landrat in Krems
vorgeladen worden, und wurde dort mit den Agenden eines Feuerwehrführers
betraut. Mit 1.10. desselben Jahres erhielt er die Ernennungsurkunde zum
Truppenführer. |
|
|
|
Der Krieg brachte es mit sich, dass im
Spritzenhaus vorübergehend ein Munitionsdepot eingerichtet wurde. Dafür
gab es im Jahre 1942 endlich die so lange ersehnte Motorspritze, für die
am 10.1.1944 auch noch ein Anhänger angeschafft wurde, und zwar von der
Firma Fischer aus Görlitz. |
|
|
|
Bedingt durch das Fehlen der Männer, die
zum Kriegsdienst einberufen worden waren, ergab sich die Notwendigkeit,
Frauen in die Feuerwehr aufzunehmen. Bekannt ist zum Beispiel die
Vereidigung von Frau Barbara Kemptner im Jahre 1944. |
|
|
|
|
|
Der
Wiederaufbau |
|
|
|
Nach den Kriegsjahren begannen die
schwierigen Zeiten des Wiederaufbaues, die zunächst neue Probleme
brachten. |
|
|
|
Im Jahr 1945 wurde die erst 3 Jahre zuvor
erstandene Motorspritze von der sowjetischen Besatzungsmacht verschleppt.
Späteren Nachforschungen zufolge dürfte diese mit einem Schiff außer
Landes gebracht worden sein, wie aus einem Schreiben der
Bezirkshauptmannschaft aus dem Jahre 1955 zu entnehmen ist. |
|
|
|
So musste 1947 neuerlich eine
Tragkraftspritze angeschafft werden, diesmal war es eine TS 8 von der
Firma Rosenbauer in Linz: Dieses Gerät, Typ RW 80 befindet sich noch heute im Besitz
der Feuerwehr. Die Weihe dieser Spritze fand am 29.6.1947 statt, die
"Feuertaufe" bestand sie bei Bränden in Oberfucha im August und
in Tiefenfucha im Oktober desselben Jahres. |
|
|
|
In organisatorischer Hinsicht wurde wieder
auf die Regelung vor dem Anschluß an Deutschland zurückgegriffen. 1949
wurden die Freiwilligen Feuerwehren wieder als Vereine organisiert. Die
Bildung des Vereines "Freiwillige Feuerwehr Krustetten" wurde
mit Bescheid der Sicherheitsdirektion Niederösterreich vom 19. Dezember
1949 "nicht untersagt". Nach dem 2. Weltkrieg wurde auch die
"Feuerwache", die es schon während und nach dem ersten
Weltkrieg gegeben hatte, wieder eingeführt, wie eine Kundmachung aus dem
Jahr 1951 zeigt. Beginnend am 25. August bei Haus Nr.1 hatte jedes Haus,
in dem eine männliche Person im Alter von mindestens 16 Jahren lebte,
einen Wachdienst abzustellen. |
|
|
|
Gewacht wurde zwischen 21.00 Uhr und 03.00
Uhr in 2 Schichten. Die Überprüfung der Wachen erfolgte durch Bürgermeister
und Feuerwehrkommandant. |
|
|
|
Auch Veranstaltungen wurden wieder durchgeführt.
Im Jahr 1951 veranstaltete man eine Weinkost, und von 1952 bis 1960 wurden
Feuerwehrkirtage abgehalten. |
|
|
|
Die Erlöse dieser Veranstaltungen in den fünfziger
Jahren wurden für wichtige Investitionen benötigt. Auch das Zeughaus
wurde renoviert und schließlich konnte 1958 eine Sirene angeschafft und
auf dem 1949 errichteten Schlauchturm montiert werden, die erst 1995 im
Zuge des Neubaues des Feuerwehrhauses durch eine neue ersetzt wurde. |
|
|
|
Die Wehr in den 60iger Jahren |
|
|
|
Im Jahr 1961 wurde der
bestehende Löschwasserteich neben dem Feuerwehrhaus mit einer festen
Ummauerung eingefasst und mit einer Decke versehen. Darauf wurde das heute
noch bestehende Gemeindehaus errichtet.
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
Das alte
Feuerwehrhaus (bis 1995) |
|
|
|
|
|
|
Im Jahr 1965 kam es zu
einem Aufsehen erregenden Großbrand auf dem Anwesen der Familie Leopold
Steiner in Krustetten. Die Freiwillige Feuerwehr Krustetten bekämpft den
Brand gemeinsam mit den Wehren aus Höbenbach und Tiefenfucha. |
|
|
|
Ausrüstungsmäßig
wurde die Wehr im Jahr 1966 durch den Ankauf eines gebrauchten Löschanhängers
der Freiwilligen Feuerwehr Hausenbach, der zum Transport von Mannschaft
und Gerät diente, und durch einen Traktor gezogen werden konnte, verstärkt: |
 |
|
|
|
|
Tragkraftspritzenwagen |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Ein wichtiges Jahr für
die Organisation der Freiwilligen Feuerwehr in Niederösterreich war das
Jahr 1969. Mit der Beschließung des Gesetzes über die örtliche
Feuerpolizei und das Feuerwehrwesen am 10.12.1969 durch den niederösterreichischen
Landtag wurde die Feuerwehren als Vereine aufgelöst und in öffentlich-rechtliche
Körperschaften umgewandelt. Anstatt der Eintragung in den Vereinsregister
erfolgte nunmehr die Eintragung in das neugeschaffene Feuerwehrregister. |
|
|
|
 |
 |
|
|
|
Auflösungsbescheid |
Aufnahme in das Feuerwehrregister |
|
|
|
|
|
|
|
Die Modernisierung der Ausrüstung |
|
|
|
1973 wurde eine zweite
Tragkraftspritze, eine VW-Automatik angeschafft und im Zuge eines
Feuerwehrfestes im Gasthaus Denkmayr geweiht. Als Patin fungierte Frau
Anna Fink, die Gattin des damaligen Kommandanten. Diese Pumpe leistet bis
heute zuverlässig seine Dienste und ist im Kleinlöschfahrzeug
untergebracht. |
|
|
|
Im Jahr 1979 begann für
die Freiwillige Feuerwehr ein neuer Abschnitt der Motorisierung. Mit dem
Ankauf eines Kleinlöschfahrzeuges auf VW LT 35, ausgebaut von Rosenbauer,
stiegen wir zur „motorisierten“ Feuerwehr auf, und mussten nicht mehr
auf private Zugfahrzeuge zurückgreifen. |
|
|
|
Die Segnung des Autos
erfolgte Mitte August beim Feuerwehrfest, Patin war Anna Lackinger. |
 |
|
|
|
In den darauf folgenden Jahren wurden
weiters ein Greifzug, eine Tauchpumpe, ein Schaumausrüstung sowie
Funkgeräte angekauft. |
|
|
|
Im Jahr 1985 wurden vom
niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband ein gebrauchter Land
Rover, der als Funkleiststelle diente, angekauft. Dieser wurde als
Mannschaftstransportfahrzeug sowie in Verbindung mit dem
Tragkraftspritzenanhänger als zweites Löschfahrzeug verwendet. |
|
|
|
1988 wurden 3 Atemschutzgeräte samt
Ersatzflaschen und Masken angekauft, die Ausbildung der dafür
benötigten Geräteträger hatte bereits einige Jahre davor begonnen. |
|
|
|
|
|
Neubau des Feuerwehrhauses |
|
|
|
Da das alte Feuerwehrhaus bereits aus
allen Nähten platzte und den Anforderungen einer modernen Feuerwehr
nicht mehr gerecht wurde, fasste man 1990 den Grundsatzbeschluss zum
Neubau des Zeughauses. Die Voraussetzung dazu wurde bereits 1988 mit
dem Zukauf eines Grundstückes geschaffen werden. Die
Planungsarbeiten dauerten bis 1992 an, sodass schließlich im darauf
folgenden Jahr mit dem Bau begonnen werden konnte. |
|
|
|
Da das neue Haus am selben Standort
errichtet wurde, war der Beginn der Bauarbeiten gleichzeitig der
Beginn des Abrisses des alten Hauses. Im selben Jahr 1993 konnte
auch in über 1800 Arbeitsstunden der Rohbau aufgestellt werden. Nach
weiteren 800 Arbeitsstunden konnte das Haus 1994 provisorisch
bezogen und der Innenausbau gestartet werden. |
|
|
 |
|
|
|
|
Die Mannschaft 1995 |
|
|
|
|
|
|
Pünktlich zum 100-Jahre-Jubiläum der
Feuerwehr konnte das neue Feuerwehrhaus am 3. September 1995 im
Rahmen der Jubiläumsfeier durch Pater Udo Fischer gesegnet und
offiziell eröffnet werden. |
 |
|
|
|
Von nun an stand ein modernes
Feuerwehrhaus zur Verfügung, in den folgenden Jahren wurden noch das
Dachgeschoss fertig ausgebaut, nähere Details können Sie unter dem
Menüpunkt Feuerwehrhaus erfahren. |
|
|
|
|
|
Von
der Feuerlöschtruppe zum modernen Dienstleister |
|
|
|
Ein weiterer Meilenstein in der
Geschichte der Feuerwehr war die Gründung der Feuerwehrjugendgruppe
im Jahr 1996 durch Josef Böck. Sie sorgt seither Jahr für Jahr für
Nachschub in der Aktivmannschaft, die mittlerweile zu mehr als einem
Drittel aus ehemaligen Mitgliedern dieser Gruppe besteht. |
|
|
|
Nachdem sich 1997 bei einem Großbrand,
der eine Lagerhalle (das größte Objekt im Ort) vollkommen zerstörte,
erneut die eher schlechte Wasserversorgung zeigte, wurde noch im
selben Jahr ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug von der Feuerwehr
Atzenbrugg angeschafft und der altersschwache Land Rover außer
Dienst gestellt. Das Fahrzeug, ein Steyr 690, Baujahr 1975 kostete
samt neuer Ausrüstung 110.000 Schilling. Weiters wurde ab diesem
Jahr Schritt für Schritt die Schutzbekleidung der Mitglieder
verbessert. |
|
|
|
Zur Vervollständigung des Fuhrparks
wurde im Jahr 2000 ein PKW-Anhänger angekauft, der sich im Einsatz-
und Übungsfall als praktische Ergänzung herausstellte. |
|
|
|
Als im Jahr 2002 das Tanklöschfahrzeug
bereits einige Alterserscheinungen zeigte, machte man sich auf die
Suche nach einem Ersatz für dieses Fahrzeug. Fündig wurde man beim
Katastrophenhilfsdienst der Berufsfeuerwehr Wien. Hier konnte
günstig ein Tanklöschfahrzeug mit 2000l Tankinhalt angeschafft
werden. Allerdings musste dieses Fahrzeug, ein Steyr 791 mit
Rosenbauer-Aufbau aus dem Jahre 1984, generalüberholt werden. In
mehr als 2000 Arbeitsstunden wurde das Fahrzeug von Grund auf
saniert und schließlich bei der Floriani-Messe beim Feuerwehrhaus
offiziell in Dienst gestellt |
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Im Zuge des Ankaufs des Fahrzeuges
wurde auch die Ausrüstung, vor allem für den technischen Einsatz
deutlich erweitert. Es wurden ein Satz Hebekissen, eine Motorsäge,
eine Straßenwaschanlage, diverse Lichtfluter, neue Anschlagmittel,
eine Schadstoffgrundausrüstung sowie eine Korbtrage angeschafft, so
dass eine Vielzahl von Einsatzszenarien abgedeckt werden können. |
|
|
|
Die Vervollständigung der
Einsatzbekleidung konnte 2004 mit dem Ankauf von Schutzjacken sowie
2008 durch den Ankauf von Schutzhosen zum Großteil abgeschlossen
werden. |
|
|
|
|
|
Ein neues Zeitalter
beginnt... |
|
|
|
Durch die finanzielle Entwicklung in
der Feuerwehr sowie in der Gemeinde konnte 2008 mit der Planung
eines neuen Einsatzfahrzeuges begonnen werden. Zuerst stellte sich
die grundlegende Frage, welches Fahrzeug durch ein neues ersetzt
werden sollte. War man vor 5 Jahren bei der Indienststellung des
Tanklöschfahrzeuges noch davon ausgegangen, ein neues
Kleinlöschfahrzeug anzukaufen, da ein neues Tanklöschfahrzeug nur
schwer zu finanzieren wäre, so änderte sich die Situation durch die
positive Entwicklung der Feuerwehrfeste und der damit verbundenen
höheren Einnahmen. Nachdem auch die Gemeinde ihre Unterstützung bei
diesem großen Vorhaben grundsätzlich und im selben Rahmen wie für
die anderen Gemeindefeuerwehren zusicherte, konnte mit den Planungen
für neues Tanklöschfahrzeug begonnen werden. (genauere Details zur
Planung finden Sie
hier!) |
|
|
|
Schließlich konnte kurz vor
Weihnachten 2008 ein Tanklöschfahrzeug bei der Firma Rosenbauer in
Auftrag gegeben werden und die Lieferung für Anfang 2010 vereinbart.
Nachdem alle Arbeiten nach Plan verlaufen waren, konnte das Fahrzeug
am 27. Jänner 2010 in Dienst gestellt werden. |
|
|
 |
|
|
|
Allerdings musste auch
für das Kleinlöschfahrzeug eine Lösung gefunden werden, da es aufgrund
schwerer technischer Mängel im Herbst 2009 außer Dienst gestellt werden
musste. Als beste Variante stellte sich hier der Kauf eines gebrauchten
Fahrzeuges von der Betriebsfeuerwehr Kraftwerk Dürnrohr heraus. Das um
einige Jahre jüngere Fahrzeug wies nur eine geringe Kilometerleistung
sowie einen sehr guten technischen Gesamtzustand auf und war außerdem
auch sehr günstig in der Anschaffung. Nach einigen kleineren
Umbauarbeiten konnte das Fahrzeug Anfang Dezember 2009 in Dienst
gestellt werden. |